Iron maiden the book of souls live chapter reviewIron Maiden haben bislang gefühlt 50 Live Alben veröffentlicht. So kommt es einem zumindest vor. Ganz so ist es dann aber doch nicht. Relevant sind sicherlich „Live After Death“ (1985), „A Real Live One / A Real Dead One“ (1993), „Rock In Rio“ (2002) und „Death On The Road“ (2005). Jetzt reiht sich nun also ein neues Live-Album mit ein , welches die 2-jährige Book Of Souls-Tour umspannt. Demnach wurde dieses neue Live-Dokument „The Book Of Souls: Live Chapter“ betitelt.

Auf 2 CD's haben Maiden insgesamt 15 Songs gepackt, die eine repräsentative Setlist der vergangenen Tour darstellt. Dabei wurden für sämtliche Songs unterschiedliche Locations bedacht. Rio de Janeiro, Buenos Aires und Sydney sind dabei genauso vertreten wie die gängigen Donington, Newcastle, natürlich Wacken und Montreal. Als Exoten gesellen sich Kapstadt und San Salvador hinzu. Eine gute Mischung, die von den Produzenten Tony Newton und Steve Harris so hingezaubert wurden, daß man meint, es mit einem durchgängigen Konzert zu tun zu haben. Also, keine Fade-Outs oder unterschiedliche Soundqualität und Lautstärke. Alles perfekt aufeinander abgestimmt.

 

 

 

Insgesamt befinden sich 6 Songs vom aktuellen Album „The Book Of Souls“ auf dem Live-Dreher. Nachzuvollziehen, da diese während der Tour ja auch das Herzstück der Auftritte bedeuteten. Dabei werden Songs wie die eröffnenden „If Eternity Should Fail“ und „Speed Of Light“ oder aber auch der Titelsong kräftig abgefeiert. Gerade „The Book Of Souls“ könnte sich trotz seiner immensen Länge auch auf zukünftigen Touren im Set wiederfinden. „ Death Or Glory“ oder „The Great Unknown“ (Opener der 2. CD) wirken dagegen vom Zuschauerzuspruch her etwas gemäßigter.

Neben den neuen Stücken gibt es selbstverständlich eine Reihe von meist unverzichtbaren Standards zu hören, wobei „Wrathchild“ vom „Killers“-Album sicherlich die größte Überraschung darstellt. Toll, diesen Klassiker mal wieder zu hören. Auch „Blood Brothers“ mußte vom Re-Union Album „Brave New World“ musste man nicht unbedingt erwarten. Aus San Salvador hat es „The Trooper“ auf das Live-Album geschafft, und beweist, wie begeisterungsfähig das Publikum dort ist. Darauf folgt das in Triest/Italien aufgenommene „Powerslave“, sicherlich auch ein nicht allzu oft gehörter Live-Track der Vergangenenheit. Dickinson's "Scream for me...." muss gleich mehrmals herhalten und bei "Children Of The Damned" (Montreal) gibt's die Ansage sogar auf Französisch.

 

 

 

Die „Book Of Souls“-Tour war in mehrerlei Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen war es eine echte Herauforderung für Bruce Dickinson nach seiner überstandenen Kehlkopf-Krebs Erkrankung, zum anderen flog Dickinson wie üblich das Maiden-Flugzeug selbt, welches zu einer 747 aufgerüstet wurde, um entferntere Gegenden zu erreichen. Gerade die Book Of Souls-Songs hat Bruce Dickinson in guter Form drauf, wurden sie ja auch nahezu auf seine stimmlichen Einschränkungen zugeschnitten. Bei älteren Songs tut sich der Frontmann aber hörbar schwerer. Hier macht sich der Zahn der Zeit doch bemerkbar. Gerade der unverzichtbare Klassiker „The Number Of The Beast“ (Aufnahme vom Wacken-Auftritt) wirkt gesanglich beinahe grausam. Entweder bekommt Bruce den Song nicht mehr hin, oder er war dort stimmlich arg angeschlagen. Klar, daß man eine Nummer aus Wacken mit draufpacken mußte. Ich fand aber den Auftritt generell nicht so toll, was aber nicht unbedingt an der Band, sondern eher an den äußeren Umständen lag.

 

 

 

Auch das abschließende „Wasted Years“ (Rio de Janeiro) sorgt hauptsächlich wegen seinem legendären Gitarrenthema für Gänsehaut, nicht unbedingt wegen dem Gesang. Wie dem auch sei, „The Book Of Souls: Live Chapter“ zeigt eine hervorragende Zusammenfassung der letzten Tour. Ältere Generationen, wie ich, greifen natürlich lieber zu „Live After Death“ zurück, da es eben zu einer Zeit entstand, wo nur heutige Klassiker gespielt wurden und die Band quasi zur damaligen Zeit den ultimativen Durchbruch schaffte, auch auf dem Live-Sektor. Das neue Album ist mehr für die Leute interessant, die Iron Maiden erst in den 2000er Jahren kennengelernt und sich im Nachhinein die alten Scheiben der Band erarbeitet haben. Dennoch ist „The Book Of Souls“ meiner Meinung nach das beste Album von Iron Maiden seit „Brave New World“ und somit auch nachvollziehbar relevant, ein Live-Album der dazugehörigen Tour folgen zu lassen. Dies liegt nun also vor und kann natürlich von jedem Fan bedenkenlos abgegriffen werden. Auch weil man es wieder mal verstanden hat, Sound und Aufmachung perfekt zu inszenieren. Qualität bleibt eben Qualität, auch wenn man mittlerweile beim Gesang von Bruce Dickinson Abstriche machen muß.

Tracklist:

Disc 1:

If Eternity Shoud Fail
Speed of Light
Wrathchild
Children Of The Damned
Death Or Glory
The Red And The Black
The Trooper
Powerslave

Disc 2:

The Great Unknown
The Book Of Souls
Fear Of The Dark
Iron Maiden
The Number Of The Beast
Blood Brothers
Wasted Years

 

VÖ: 17.11.2017
Label: Warner / BMG Music

 

Autor: Kerbinator

Quelle: Rock Castle Franken - Rockzine

 

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