05. November 2015 Batschkapp Frankfurt

alexander marcus 2015 teaserWer musikalisch hin und wieder einen Blick über den Tellerrand wagt und eine recht niedrige Hemmschwelle für sinnbefreiten Quatsch besitzt, hat sicherlich schon von dem selbsternannten King of Electrolore gehört.
Mit seiner Mischung aus moderner, elektronischer Clubmusik und schlagerähnlichen Texten, gepaart mit abstrusem Auftreten konnte er in den letzten Jahren zahlreiche Fans gewinnen. Nicht zuletzt durch seine zahlreichen Musikvideos auf Youtube, welche durch ihre textliche Banalität und einen erheblichen Trash-Faktor einen nicht zu verachtenden Charme versprühen, ist er zu einem echten Geheimtipp avanciert.

Wer einer solchen Art von Humor nicht abgeneigt ist und sich gerne auch mal sinnbefreit unterhalten lassen möchte, dem sei ein Livekonzert des feinen Herren schwer ans Herz gelegt.

Da sowohl der „Künstler“ als auch seine Fans sich nicht besonders ernst zu nehmen scheinen, ist für eine ausgelassene Stimmung schon vor dem eigentlichen Konzertbeginn gesorgt: Etliche Menschen verschiedensten Alters strömen bunt gekleidet und teilweise kostümiert durch den Eingangsbereich und auch schon in der Warteschlange zum Einlass werden Alexander Marcus Texte skandiert und teilweise sogar ausgearbeitete Choreographien zu seinen Liedern getanzt. Überraschend wirkt auch, wie viele Anhänger der King of Electrolore verbuchen kann – die Batschkapp ist fast ausverkauft!

Das Konzert startet ohne jegliche Vorband und sonstiges Geplänkel sondern geht direkt in den Marcus’schen Wahnsinn über. Aus einem übergroßen, rosafarbenen A, welches den rosa Hosenbeinen des Protagonisten nachempfunden ist (und ohne Probleme an eine riesige Vagina erinnert) kommt der King of Electrolore in einer knalligen Offiziersjacke herausspaziert und gibt sein Stück „Guten Morgen, heut ist ein schöner Tag“ zum besten, in welches die ausgelassenen Zuschauer direkt mit einstimmen.

Anschließend wird Frankfurt innbrünstig vom Künstler begrüßt, das Publikum als mega, galactic und jurassic betitelt und allgemein allen Anwesenden die ewige Liebe von Alexander Marcus zugesprochen. Was in der gemeinen Schlagerszene durchaus ernst gemeint ist und einem dort staubtrocken aufs Butterbrot geschmiert wird, verkommt hier zur kompletten Karikatur!

Ansonsten hält sich die Interaktion mit dem Publikum eher in Grenzen. Dauergrinsend und in verschiedensten Outfits präsentiert Herr Marcus Hits wie „Sei kein Frosch kleine Maus“, „Homo Dance“ oder „Soldaten der Liebe“ und verlässt sich darauf, dass seine alberne Erscheinung als auch die Absurdität der Texte zur Unterhaltung der Zuschauer ausreichen. Er soll damit recht behalten: Wer sich nicht zu schade ist bei Liedern wie dem Hawaii Toast Song die anspruchsvolle Textpassage „NaNaNaNaNaa“ in verschiedenen Tonlagen dem Musiker nachzusingen, der macht hier definitiv nichts falsch.

Nach einer Zugabe und gut 2 Stunden Spielzeit verlässt Herr Marcus erhobenen Haupts die Bühne und wer einfach etwas anspruchslose Unterhaltung erwartet hat, hat genau das bekommen und wird mit einem zufriedenen Lächeln (und vermutlich auch einem leichten Schwips) den Heimweg antreten.

Am Ende alles immer eine frage des persönlichen Geschmacks, allerdings ist das ganze auch ohne Vorkenntnis der Texte alleine schon wegen der ausgelassenen Stimmung des Publikums eine Reise wert. Kann man machen, muss man aber nicht!

 

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